Wichtige Erkenntnisse
- Die DIN ist Deutschlands nationales Normungsgremium und verwaltet über 35.000 Dokumente, an deren Erstellung 26.000 technische Experten in 70 Ausschüssen mitwirken.
- Die globale Harmonisierung hat Priorität, da über 85 % der Normungsprojekte internationaler oder europäischer Natur sind; dies gewährleistet, dass deutsche Unternehmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben.
- Dank verbindlicher Normen wie DIN EN und DIN ISO können Fachleute nationale und internationale Vorschriften mit absoluter Präzision einhalten.
Die Geschichte und die weltweite Präsenz des DIN
Die DIN wurde 1917 als „Ausschuss der deutschen Industrie für technische Normen“ gegründet, um in einer Zeit intensiven industriellen Wachstums Ordnung in den Fertigungssektor des Landes zu bringen. Die allererste Norm, die DI-Norm 1, legte 1918 die Spezifikationen für Kegelstifte fest. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts entwickelte DIN einige der weltweit bekanntesten technischen Standards. So wurde beispielsweise die DIN 476, die die Papierformate der A-Reihe definierte, schließlich als internationale Norm ISO 216 übernommen.
Die weltweite Bedeutung der Organisation zeigt sich beispielsweise in der „DIN-Schiene“, einer Standard-Montagehalterung, die weltweit in Schaltschränken zum Einsatz kommt, sowie im DIN-Stecker, dem Vorläufer vieler moderner Audio- und Datenschnittstellen. Im Jahr 1975 erkannte die deutsche Regierung die DIN offiziell als nationale Normungsorganisation an. Heute wirken Expertendelegationen der DIN in Ausschüssen in allen Teilen der Welt mit und stellen sicher, dass die „Made in Germany“-Tradition der Qualität auf einer soliden, international anerkannten technischen Grundlage beruht.