Blog

Der Platz am Tisch – Als die Giganten der Ingenieursbranche auf die Normungsorganisationen trafen

Zu Beginn des neuen Jahrtausends verlagerte sich der berufliche Schwerpunkt des Standards Publishing Advisory Board (SPAB) von „Verteilung“ zu „Integration“. Dies war die Ära der Engineering Workbench-Vision – eine Zeit, in der die Branche erkannte, dass es nicht mehr ausreichte, lediglich ein Dokument bereitzustellen.

Der Platz am Tisch – Als die Giganten der Ingenieursbranche auf die Normungsorganisationen trafen

Zu Beginn des neuen Jahrtausends verlagerte sich der fachliche Schwerpunkt des Standards Publishing Advisory Board (SPAB) von der „Verbreitung“ hin zur „Integration“. Dies war die Ära der „Engineering Workbench“-Vision – eine Zeit, in der die Branche erkannte, dass es nicht mehr ausreichte, lediglich ein Dokument bereitzustellen. Während wir den Countdown für die SPAB 2026 in Scottsdale, Arizona (23.–25. Februar), herunterzählen, blicken wir zurück darauf, wie diese Ära die Art und Weise geprägt hat, wie Ingenieure und Kunden heute mit technischen Daten interagieren. 

Der trilaterale Dialog

Zwischen 2006 und 2015 entwickelte sich die SPAB zu einem hochrangigen Dreier-Verhandlungsprozess zwischen Accuris, den SDOs und den weltweit führenden Ingenieurbüros. Wir bei Accuris sind uns bewusst, dass wir nur dann erfolgreich sind, wenn die Normungsfachleute, die wir betreuen, erfolgreich sind. Da die SPAB die wichtigsten Akteure der Branche zusammenbringt, steht jeder Teilnehmer für ein bedeutendes finanzielles und fachliches Engagement seiner Organisation zur Verbesserung der globalen Normungslandschaft. 

In diesem Jahrzehnt baute SPAB das „Kundenpanel“ gezielt aus und holte Vertreter von NASA, Boeing, ExxonMobil und Fluor mit ins Boot. Diese Kunden versetzten den SDOs einen „Realitätscheck“. Sie wollten nicht nur ein PDF; sie wollten Standards, die sich direkt in ihre CAD-Systeme und Projektmanagement-Software integrieren ließen. In dieser Ära kam das Digital Rights Management (DRM) auf, und es gab die ersten ernsthaften Versuche von „Internationalen Standardisierungsinitiativen“, die darauf abzielten, globale Sicherheitsvorschriften für die Luft- und Raumfahrt sowie den Energiesektor zu harmonisieren. 

Technische Migration und globale Führungsrolle

In diesen „Titan-Jahren“ ging es im Wesentlichen um die technische Umstellung von statischen Portalen auf dynamische, interaktive HTML-Inhalte. Wir verbrachten unsere Tage damit, tiefgreifende Nutzertrends zu analysieren und direktes Kundenfeedback zu sammeln, um sicherzustellen, dass die in den Ausschüssen erarbeiteten Standards in der Praxis tatsächlich nutzbar und wirksam waren. Diese Zeit war geprägt von einer dynamischen, wechselnden Führungsriege, die dafür sorgte, dass keine einzelne Perspektive den Dialog dominierte, und so ein Umfeld förderte, in dem ein echter globaler Konsens herrschte. 

Die Aufzeichnungen unserer Reise zeigen, wie sich der Standards Publishing Advisory Board durch eine Reihe von Führungswechseln weiterentwickelt hat, die sich mit den dringendsten Herausforderungen der jeweiligen Zeit befassten. Wir haben gesehen, wie der Vorsitz an die AIA (Aerospace Industries Association) überging, wo der Schwerpunkt auf der Synchronisierung der Lieferkette und der Reduzierung doppelter Spezifikationen lag. Dieser wechselte dann zur CSA Group (Canadian Standards Association), die sich für die Ausweitung der Sicherheitsstandards über die nordamerikanischen Grenzen hinaus einsetzte.

Dieser Geist der rotierenden Verantwortung setzte sich fort, als ASTM International die Führung übernahm, um sich auf die Materialleistung und die branchenübergreifende Harmonisierung zu konzentrieren. Später schlossen sich Organisationen wie  IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) und ASME (American Society of Mechanical Engineers) dazu beigetragen, die Diskussion in Richtung digitale Interoperabilität und die ersten Rahmenwerke für maschinenlesbare Daten zu lenken. Selbst während dieser hochrangigen Veränderungen wurden Stimmen von Organisationen wie  BSI und  DIN, um sicherzustellen, dass die fachlichen Perspektiven so vielfältig blieben wie die technischen Herausforderungen, die wir zu lösen versuchten. Jeder Vorsitzende brachte einen einzigartigen Schwerpunkt mit – vom Schutz des geistigen Eigentums bis hin zur Benutzererfahrung in der Praxis – und sorgte so dafür, dass die SPAB-Agenda der technologischen Entwicklung immer einen Schritt voraus war. 

Eine Dankesbotschaft und die Verbindung zu 2026

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Normungsexperten und den vielen Kunden dieser Organisationen bedanken, die uns ihre Zeit und ihr Fachwissen zur Verfügung gestellt haben. Ganz gleich, ob Sie Mitglied eines SDO-Ausschusses oder Normungsmanager in einem Unternehmen sind – Ihr Engagement sorgt dafür, dass die Verbindung zwischen technischer Theorie und praktischer Anwendung weiterhin fest verankert bleibt. Von den Anfängen von Information Handling Services bis hin zur heutigen Ära von Accuris war es uns eine Ehre, diese bahnbrechenden Entwicklungen zu begleiten. 

Die SPAB-Ehrenliste: Unsere Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden

Accuris ist stolz darauf, diese Personen dabei unterstützt zu haben, den Vorstand durch technologische Umbrüche zu führen: 

  • 2006: Matt Williams (AIA) 
  • 2007: Teresa Ambrosius (API) 
  • 2008: Patti Ensor (CSA) 
  • 2009: John-Paul Emard (ATIS) 
  • 2010: David von Glahn (ASTM) 
  • 2011: Stuart Radcliffe (BSI) 
  • 2012: Michael Thompson (SAE) 
  • 2013: Kerrianne Conn (ATIS) & Lakshmy Mahon (API) 
  • 2014: Frank Pepe (IEEE) 
  • 2015: George Gulla (ANSI) 
  • 2016: John Pace (ASTM) 
  • 2017: Chris Carnahan (AIA) 
  • 2018: Alban Smith (BSI) & Guilaine Fournet (IEC) 
  • 2019: Mogens Andersen (DS) & Adam Newman (IEEE) 
  • 2020: Amy Shreckengost (SAE) & Mike Walsh (AWS) 
  • 2021: Laurie Amiruddin (CSA) & Peter Portela (AWS) 
  • 2022: Katie Kermaani (ASME) & Scott Garten (API) 
  • 2023: Pablo Corrons (AENOR) & Paul Olson (AWWA) 
  • 2024: Lukas Keller (SNV) 
  • 2025: Omkar Joshi (BSI) 
  • Designierte Vorsitzende für 2026: Joan O’Neil (ICC) 

Für weitere Informationen folgen Sie bitte der SPAB-LinkedIn-Seite: https://www.linkedin.com/showcase/spab-standards-publishing-advisory-board/ 

Sprechen Sie mit einem Experten